Länggass-Tee | Familie Lange AG - Klassische und neue Schwarze Tees aus China - www.laenggasstee.ch
.

Klassische und neue Schwarze Tees aus China

Die Teeschule Modul VIII | Die Schätze der Teewelt

Frisch gepflückte Blätter für Zhengshan Xiaozhong

中国红茶

Zhong Guo Hong Cha

Nächste Durchführung:

Samstag, 03.02.2018 16-18 Uhr

Oder Auf Anfrage
Anzahl Teilnehmer: 5-7 Personen
Kosten: CHF 65.00 pro Person

Anmeldung unter Kontakt


Bilder weiter unten, hier klicken

Was genau ist eigentlich Schwarzer Tee beziehungsweise roter Tee, wie er in Asien genannt wird? Die in Europa bekannteste Tee-Verarbeitungsart ist in der geschichtlichen Entwicklung die jüngste. Entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Schwarztee sei immer einfach und billig werden im Tee-Ursprungsland China auch heute noch Rote Tees in Top-Qualität produziert – jedoch eigentlich für den chinesischen Markt, wogegen die bei uns bekannten indischen Schwarztees allesamt Export-Tees sind. Schwarzer Tee wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Wuyishan erfunden, ursprünglich als einfachere und schnellere Variante der Oolong-Produktion, um der wachsenden Nachfrage der europäischen Teehandelskompanien nachzukommen. In letzter Zeit wieder aufgekommen sind Top-Qualitäten von klassischen Schwarztees, dazu kommen solche aus nicht-klassischen Teeanbaugebieten. Verschiedene Teepflanzenvarietäten im Teeinstitut in FengqingWir werden die verschiedenen Tees degustieren, ergründen, bereden und geschmackliche Überraschungen erleben.

Weitere Daten zu weiteren Teeseminaren finden Sie unter Teeschule. Im Online-Shop finden Sie hier alle China-Schwarztees hier. Unter Über Tee finden sich weiterführende Informationen zu allen genannten Teepflanzenvarietäten.

Wie und was genau die ersten Schwarzen Tees waren ist heute nicht mehr klar zu ergründen. Die um die Jahrhundertmitte des 19. Jahrhunderts berühmt gewordenen Schwarztees wurden aus Kleinblattsorten produziert. Diese gelten heute als die klassischen Schwarztees; Kleinblattsorten (chinesisch Xiaoyezhong) werden und wurden vor allem für Grüne Tees verwendet. In Indien und in anderen europäischen Kolonien wurde übrigens erst um 1830 mit dem Teeanbau begonnen, in Assam mit Dayezhong-Pflanzen, die in Yunnan und Assam heimisch sind, in Darjeeling und andernorts mit Ablegern der für Weisse Tees gezüchteten Da-Bai-Teepflanzen aus der Provinz Fujian. Alle diese "Kolonialtees" wurden und werden im grossen Stil industriell angebaut und verarbeitet. Im Gegensatz dazu werden die chinesischen Schwarztees im ganzen Blatt mit viel Handarbeit verarbeitet. (Mit Ausnahme der günstigen, ebenfalls für den Export bestimmten Qualitäten). So ist die Qualität viel höher, die geschmacklichen Richtungen vielfältig, überraschend und vor allem fast ohne Bitterstoffe.

Die klassischen Schwarztees:


Zuerst entstanden sind die Min Hong Gong Fu, also die sorgfältig verarbeiteten Schwarztees aus der Provinz Fujian, die da wären: Tan Yang Gong Fu, Bai Lin Gong Fu, Zheng He Gong Fu. Sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden und sind seit 1851 berühmt. Diese Art der Verarbeitung namens Gongfucha - also das nach Blattgraden Aussortieren des "unfertigen Tees" - wurde von den Briten ausspio-niert und in British-Indien angewendet (v.a. Assam und Darjeeling). Heutzutage werden viele Schwarztees aus Fujian ganzblättrig verarbeitet, jedoch in nicht korrekter Weise immer noch Gongfucha genannt.

Ebenfalls 1851 entstand Zheng Shan Xiao Zhong in Tongmuguan bei Wuyishan, Provinz Fujian. Dieser ist die klassische Variante des bei uns bekannten günstigen Tarry Lapsang Souchong. Dieser fein mit Pinienholz geräucherte Schwarztee ist sehr wahrscheinlich als Unfall entstanden - als eine vorbeiziehende Armee einquartiert wurde, musste der im dafür vorgesehenen Raum oxidierende Tee nach draussen gebracht werden, wo er mit dem Rauch der Lagerfeuer in Kontakt kam.

Ein Teebauer aus Qimen am Fuss der Gelben Berge (Huangshan) in der Provinz Anhui, wo bisher Grüntee produziert wurde, kam nach Wuyishan, um die Schwarzteeverarbeitung zu lernen. Zurück in seiner Heimat wandte er das erworbene Wissen an: Seit 1875 berühmt ist der Qi Men Hong Cha, bei uns besser bekannt als Keemun.
Zu dieser Zeit entstanden weitere klassische Schwarztees, so z.B. Yi Xing Hong Cha und Jiu Qu Hong Mei.

Als China im Osten bereits vor dem Zweiten Weltkrieg von Japan bedroht wurde, wurde 1936 in Fengqing in der Südwestchinesischen Provinz Yunnan ein neuer Schwarztee kreiert, um weiterhin Tee - über die britischen Kolonien - exportieren zu können. Dieser Tee wird Dian Hong genannt, was nichts anderes heisst als Yunnan Schwarztee. Vorher würde in dieser Gegend Yunnans nur billiger CTC-Schwarztee produziert. Im Gegensatz zu den ostchinesischen Schwarztees stammt dieser aus der in Yunnan heimischen Grossblattsorte, chinesisch Dayezhong.

Die neueren Schwarztees:

Im Sommer 2005 produzierte Liang Jun De in Tongmuguan bei Wuyishan zum ersten Mal Jin Jun Mei, einen nur aus Buds bestehenden Top-Qualität-Schwarztee aus denselben Pflanzen wie Zheng Shan Xiao Zhong. Dazu kommen Yin Jun Mei und Tong Jun Mei: einfachere, immer noch wunderbare Qualitäten aus Knospe und einem respektive zwei Blättern - oder auch Top Qualitäten von nicht geräucherten Zheng Shan Hong Cha. Seither hat übrigens eine Renaissance der klassischen China-Schwarztees in Top-Qualität stattgefunden - allerdings sind dadurch auch die Preise zum Teil enorm gestiegen. Zusätzlich wird nun fast überall der Schwarze Tee in der Manier der Jinjunmei verarbeitet - zulasten der klassischen Produktionsart! Vielerorts werden neben den berühmten Tees aus der jeweiligen Gegend neu auch Schwarze Tees gemacht, im Normalfall aus den lokalen Kleinblattsorten oder neu gezüchteten Varietäten; wie z.B. Lao Chuan Hong, Chuan Hong Mao Feng, Ying De Hong Cha, Meng Ku Hong Cha.
Ebenfalls im ersten Jahrzehnt nach 2000 entstanden vielerorts Schwarztees aus Oolong-Teepflanzen, die jedoch in diesem Seminar nicht behandelt werden; ihnen ist ein eigenes Seminar im März gewidmet: Teeseminar Schwarztee aus Oolong-Pflanzen.

 


Mehr Informationen und Bilder auch zur Schwarzteeverarbeitung finden Sie in diversen Reiseberichten.
Reisebericht Tongmuguan 2015 (Jinjunmei, Zhengshan Xiaozhong)
Reisebricht Tanyang 2014 (Tanyang Gongfu)



Blätter für Qimen zum Welken ausgelegtRollen um die Oxidation zu starten in QimenOxidation im feucht-heissen Klima (undeutlich durch den Wasserdampf).Cai Cha und Fu Ding Da Bai u.a. für Bai Lin Gong FuDayezhong für Dian Hong in FengqingTeepflanzen zwischen Bäumen in Fengqing für Dian HongShui Xian in Zhangping u.a für Shui Xian Gong FuTeepflanzen in Tongmuguan für Zhengshan XiaozhongQi Zhong in Tongmuguan für Zhengshan Xiaozhong

.

Login

Login
Ihr Account wird automatisch erstellt bei Ihrer Erstbestellung.
.
Passwort vergessen?
.

Warenkorb

Derzeit befindet sich nichts in Ihrem Warenkorb.
#start#

 

Einkaufsreise Asien 2017

März/April 2017 Vom 26. März bis am 14. April befindet sich Kaspar Lange in China zum Tee einkaufen, lernen, suchen, degustieren etc. Die zweite Aprilhälfte verbringen Gerhard Lange, Kaspar Lange und Mark Drenhaus in Japan. Regelmässig werden Reiseberichte mit Bildern im Blog veröffentlicht.

Reiseberichte der Einkaufsreise 2017

Kundenreisen zum Tee mit Länggasstee

April 2018 Auch im Frühling 2018 führt Lukas Lange für Länggasstee-Kunden Teereisen in China durch, mehr Infos siehe unter:

Teereisen
Kundenreisen zum Tee mit Länggasstee 2018

Frische Pu Er Sheng Bing Gu Shu Cha

04. August 2017: Neue rohe Pu Er aus alten Teebäumen.
Blogeintrag zu den Frischen und neuen rohen Pu Er

.

xxnoxx_zaehler