Länggass-Tee | Familie Lange AG - Tee-Seminar Min Nan Wu Long: Oolong aus Anxi und Zhangping - www.laenggasstee.ch
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Min Nan Wu Long: Oolong aus Anxi und Zhangping

Die Teeschule Modul VIII | Die Schätze der Teewelt

闽南乌龙

Bilder zu Teegärten sowie Produktion
in Anxi und Zhangping weiter unten, hier klicken

Nächste Durchführung:
Samstag, 05.08.2017 16-18 Uhr
oder auf Anfrage
Anzahl Teilnehmer: 5-7 Personen
Kosten: CHF 65.00 pro Person
Anmeldung unter Kontakt



Hochgewachsener kleiner Stamm bzw. Ast eines verwilderten TeebuschesMin Nan Wu Long sind die Oolong aus dem Süden der Provinz Fujian. Das Zentrum der Produktion ist ganz klar der Kreis Anxi mit dem berühmten An Xi Tie Guan Yin, jedoch werden auch ausserhalb viele nicht-originale Anxi Oolong hergestellt. Dazu kommen weitere eigenständige Tees wie Zhang Ping Shui Xian und Yong Chun Fo Shou.

Wir werden An Xi Oolong von verschiedenen Teepflanzenvarietäten vergleichend degustieren. Dazu kommen diverse An Xi Tie Guan Yin in moderner und traditioneller Verarbeitung; wir werden dabei auch den Einfluss der einzelnen Verarbeitungsschritte auf Geschmack und Qualität diskutieren. Zhang Ping Shui Xian werden wir ebenfalls in "grüner" und "brauner" Variante degustieren. Neuerdings werden übrigens in Anxi und in Zhangping aus den Oolong-Teepflanzenvarietäten auch Schwarze Tees produziert...

Daten zu weiteren Teeseminaren finden sie unter Teeschule.
Im Onlineshop finden Sie das Sortiment an Minnan Wulong, Anxi Tieguanyin und Zhangping Shuixian unter Oolong.



Heutzutage werden Min Nan Wu Long oft sehr grün produziert und werden bei uns auch Grüne Oolong oder Blauer Tee genannt (chinesisch Qingcha 青茶 "grünblauer Tee"). Aber Achtung: Grüner Oolong ist KEIN Grüner Tee.Auf Bambusmatten zum Oxidieren ausgelegte Blätter Vielmehr ist Grüner Oolong ein einerseits weniger stark oxidierter und andererseits nicht oder nur wenig gerösteter Oolong. Früher wurden alle Oolong "braun" produziert, also stärker oxidiert und immer geröstet. Die Röstung diente und dient vor allem der Haltbarmachung und der Lagerbarkeit, daneben wird natürlich auch der Geschmack des Tees verändert. Braune Oolong sind dunkel, fast schwarz im Blatt; Oolong oder richtiger: Wulong 乌龙 heisst übersetzt "Schwarzer Drache". Erst in den letzten fünfzig Jahren wurden immer grünere Oolong produziert, bis hin zum gekühlten Oxidieren. Im Grünen Oolong steckt weniger Arbeit als im traditionellen braunen und er entspricht als Mode auch dem modernen Geschmack: leicht, süss-blumig und duftend. In letzter Zeit ist jedoch ein Trend zurück zu klassischeren Verarbeitungen zu beobachten, allerdings in modernisierter Produktion - mehr maschinell, weniger Handarbeit, jedoch immer noch artisanal.

An Xi Oolong (sei es aus dem Kreis Anxi oder von ausserhalb) fasst Tees derselben Produktionsart aus verschiedenen Teepflanzenvarietäten zusammen. Neben dem berühmten Tieguanyin sind Benshan, Huangdan, Maoxie, Meizhan, Jinguanyin zu nennen, dazu kommen Foshou, der im Nachbarkreis Yongchun angebaut wird und Rougui, der jedoch in Anxi sehr selten geworden ist. Günstige Tees unter dem Namen Tie Guan Yin sind immer Mischungen aus verschiedenen Pflanzen, auch Ben Shan wird oft als Tie Guan Yin verkauft.
Im elektrisch beheizten Ofen wird der bereits in Papier eingepackte Tee getrocknet (Honggan) - oder auch geröstet (Beihuo)Die ganz grünen Varianten werden nur ganz kurz gewelkt und im klimatisierten Raum kühl oxidiert, dazu werden oft die oxidierten, rötlichen Blattränder abgeschlagen. Die Tees kommen ungeröstet in den Verkauf.
Traditioneller hergestellte Oolong werden viel länger gewelkt und bei Raumtemperatur oxidiert. Die Blattränder werden nicht abgeschlagen und die Tees werden oft geröstet, meistens im Ofen, selten auch über Holzkohle.


Zhang Ping Shui Xian kommen aus dem Nachbarkreis Zhangping, wo fast ausschliesslich Teepflanzen der Varietät Shuixian angebaut werden. Für die Produktion lässt sich in etwa dasselbe sagen wie für die An Xi Oolong, mit drei Unterschieden: auch die grüneren Varianten werden länger gewelkt und die rötlichen, oxidierten Blattränder am Blatt gelassen. Vor dem Trocknen (und eventuellem Rösten) werden die Blätter portionsweise zu einem kleinen Kissen gepresst und so dann auch verkauft.

Vergleiche zu beiden Kategorien auch die Berichte der Einkaufsreise 2015: Reisebericht Anxi 2015 und Reisebericht Zhangping 2015, mit jeweils ausführlicheren Bildstrecken zur Verarbeitung und auch zu Degustationen vor Ort.






Teeproduktion in der Teefabrik Dabaofeng am Bijiashan bei Anxi:

An der Sonne zum Welken ausgelegte frisch gepflückte Blätter (Shaiqing)Nach dem Auskühlen (klassisch) oder sofort nach dem Sonnenwelken (modern) werden die Blätter geschüttelt (Yaoqing)Nach mehrmaligem Schütteln werden die Blätter zum oxidieren (Fajiao/Yanghua) ausgelegt, hier im Gegensatz zu anderswo in Anxi NICHT gekühlt. Die rötlichen Ränder sind die oxidierten Stellen, die hier NICHT abgeschlagen werdenUm die Oxidation zu stoppen, wird das Blattgut befeuert (Shaqing)Die traditionellere Variante zum Formen: der Tee wird in einen Sack gestopft…Das Blattgut nach einige Durchgängen rollen und auflockern

Teegärten am Berg Bijiashan bei Anxi:

Teefabrik Dabaofeng am Bijiashan, vorne der GemüsegartenTeepflanzenvarietät Hong Xin Tie Guan Yin mit rötlichem bzw. purpurnem erstem BlattIn frühmorgendlichen Nebel getauchter Teegarten mit Wald im Hintergrund



Die Verarbeitung von Zhang Ping Shui Xian (und Bei Huo Shui Xian):

Nahaufnahme der welkenden BlätterDie Teeblätter nach dem ersten SchüttelnDie oxidierenden BlätterIn der beheizten Drehtrommel (Guntong) werden die Blätter nach dem Oxidieren befeuert (Shaqing)Danach werden die Blätter gerollt, um die Säfte und damit Geschmack aus dem Blatt zu holen (Rounian)Vor dem Formen und Verpacken werden die Stengel aussortiert (Jiangen)



Teegärten in Nanyang bei Zhangping:

Teepflanzenvarietät Shui XianViel Gewächs um die TeebüscheWeite Teegärten

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